TANGOcompas räumt auf

TANGOcompas räumt auf

Ein Blog ist kein Buch. Was einmal gedruckt wurde, steht im Regal und bleibt dort. Ein Blog dagegen ist eine lebende Publikation und kein staatliches Archiv – und deshalb darf man ihn gelegentlich auch redaktionell aufräumen. Genau das werde ich jetzt tun. In den vergangenen Monaten hat sich unter der Rubrik „Bloggerwelt“ eine stattliche Menge an Artikeln, Erwiderungen, Gegenreden und Auseinandersetzungen angesammelt. Ein erheblicher Teil davon beschäftigt sich mit Gerhard Riedl und seinem Blog. Das war zeitweise Bestandteil einer durchaus […]

Vielleicht übt er ja mit euch!

Vielleicht übt er ja mit euch!

Einen besonders absurden Vorschlag machte Gerhard Riedl wieder einmal in seiner Reihe „Was Ihnen Ihr Tangolehrer leider nicht erzählt“. Diese Artikelserie ist bekanntlich der Versuch, der gesamten Tango-Schülerschaft – oder denen, die es noch werden wollen – zu erklären, was sie im Unterricht besser nicht glauben sollten, wo sie ihren Lehrern widersprechen müssen und warum sie die Tangoschule eigentlich am besten gleich verlassen. Denn dort lernt man ja ohnehin nichts. Die Tanzlehrer sind vermutlich hauptsächlich geldgierige Ausbeuter, haben am Unterrichten […]

Eine Einladung, die keine ist

Eine Einladung, die keine ist

Gerhard Riedl hat auf meine Reflexion inzwischen mit einem eigenen Beitrag reagiert: „An meine Kritiker von einst“. Darin erklärt er unter anderem, ich würde „neues Material gegen seine Person“ sammeln, und fordert frühere Kritiker auf, doch endlich einmal etwas zu seinem Buch und zu seinen damaligen Lesungen zu schreiben. (Dass er das wirklich ernst meinen könnte, ist fast zu befürchten, obwohl von seinen einstigen Buchkritikern wohl nur ich übrig geblieben bin. Die anderen werden einen Teufel tun und dieses Buch […]

Der Gerhard-Blog-Bewohner – eine Reflexion

Der Gerhard-Blog-Bewohner – eine Reflexion

Mir ist in den letzten Tagen wieder mal etwas aufgefallen, das mir nicht besonders gefällt: Ich habe mich ausgerechnet in dem Blog häuslich eingerichtet, dessen ständige Wiederholungen ich seit Monaten kritisiere. Natürlich nicht buchstäblich. Aber gedanklich. Ich kenne inzwischen die üblichen Themen, Argumentationsmuster, Spitzen und Nachträge. Und bei fast jedem neuen Text meldet sich derselbe Reflex: Das kannst du so nicht stehen lassen. Das musst du richtigstellen. Das musst du den Leuten zeigen. Nur: Was eigentlich noch? Ich habe meine […]

Was ist eigentlich aus einem „Tango-Report“ geworden?

Was ist eigentlich aus einem „Tango-Report“ geworden?

– oder war er überhaupt jemals besser? 

Wenn man sich „Gerhard Riedls Tango-Report“ – so heißt der Blog schließlich – einmal genauer anschaut und fragt, was aus diesem ursprünglich tangobezogenen Blog geworden ist, könnte man ihn inzwischen fast in „Gerhard Riedls Klaus-Wendel-Report“ umbenennen. Und ausgerechnet da würde das Wort „Report“ plötzlich wieder einen Sinn ergeben.

Ich frage mich ernsthaft, wie sich ein Tango-Blog – oder besser: sein Autor – derart negativ verengen kann. Wo sind die interessanten eigenen Tango-Themen geblieben? Wo sind Recherchen, bei denen man wirklich einmal etwas Neues über Musik, Geschichte, Tanz oder die heutige internationale Szene erfährt?

Oder andere Frage: Hat es einen besseren Blog von Gerhard Riedl überhaupt jemals gegeben? Kreisen nicht eigentlich seit Jahren seine Beiträge immer wieder um die selben Themen? 

Eine persönliche Abrechnung

Prolog Wer fremde Aussagen wiederholt verdreht, persönliche Herabsetzungen an die Stelle von Argumenten setzt, unliebsame Kommentare zurückhält und sich zugleich selbst zum Schiedsrichter über die Debatte erklärt, schafft keinen Raum für einen offenen Austausch. Er erzeugt vielmehr ein Klima, in dem Spott, Lagerbildung und persönliche Angriffe belohnt werden. Das kann auch auf die Leserschaft eine toxische Wirkung entfalten. Leser werden nicht dazu eingeladen, unterschiedliche Argumente abzuwägen, sondern erhalten vorgefertigte Freund-Feind-Bilder. Zustimmung wird gefeiert, Widerspruch lächerlich gemacht oder gar nicht erst […]

Im Archiv des Klaus-Wendel-Experten

Im Archiv des Klaus-Wendel-Experten

Inzwischen hat sich eine neue Bloggersparte entwickelt: die Klaus-Wendel-Forschung. Ihr bislang führender Vertreter ist ein gewisser Blogger, Ihr wisst schon… Er bezeichnet sich inzwischen selbst als „Klaus-Wendel-Experten“. Das ist ausnahmsweise keine Übertreibung. Er zählt meine Artikel, verfolgt meine Nachträge, kontrolliert Änderungen, sucht alte Formulierungen heraus und weiß offenbar ziemlich genau, wann welcher Satz wo gestanden hat. Normale Leser lesen einen Beitrag und gehen anschließend wieder ihrem Leben nach. Riedl bleibt. Er wohnt inzwischen beinahe in meinem Blog. Vermutlich hat er […]

Das Riedl’sche Realitätsverzerrungsfeld

Das Riedl’sche Realitätsverzerrungsfeld

Vom Tangoblog zur Bloggerschlacht

Für Steve Jobs wurde einmal der Begriff „Reality Distortion Field“ geprägt – ein Realitätsverzerrungsfeld. Gemeint war seine Fähigkeit, Menschen davon zu überzeugen, dass Dinge möglich seien, die objektiv kaum möglich waren. Bei Gerhard Riedl scheint dieses Phänomen in einer anderen Form aufzutreten. Es geht nicht um Computer oder Innovationen, sondern um seinen eigenen Blog.

Denn dort hat sich in den vergangenen Monaten etwas Bemerkenswertes verschoben. Eigentlich betreibt Riedl einen Tangoblog. Tatsächlich kreist ein erheblicher Teil seiner Aufmerksamkeit inzwischen nur noch um die Bloggerszene: um Yokoito, um Klaus Wendel, um Kommentare, Gegenkommentare, Erwähnungen und die Frage, wer wen zitiert, ignoriert oder angeblich bekannter macht. Der Tango spielt dabei immer häufiger nur noch die Rolle einer notdürftig aufgestellten Kulisse.

Mimimimi…

Mimimimi…

Es ist schon ein hartes Los, Publizist zu sein. Man schreibt jahrelang über andere, kommentiert, seziert, deutet, spottet und erklärt der Tango-Welt, was sie falsch macht. Und dann geschieht das Unfassbare: Jemand liest mit. Schlimmer noch: Jemand antwortet. Noch schlimmer: Jemand richtet dafür sogar eine eigene Rubrik ein. Da kann man schon einmal von negativer „Dauer-Beobachtung“ sprechen. Oder einfacher: Mimimimi…Vor nicht allzu langer Zeit schrieb ich bereits darüber, dass offenbar noch jemand anderes auf meinem Blog wohnt. Der Zustand hält […]

Jetzt wird sogar das Lachen gegendert

Jetzt wird sogar das Lachen gegendert

Ein gewisser Blogger hat einen Trailer gesehen, ein paar Pressetexte gelesen und weiß nun: Der Staat will uns das Lachen verbieten. Früher gab es Otto, Harald Schmidt und Rudi Carrell. Heute gibt es Filmförderung, ZDF und Frauen, die sich erdreisten, im Nachhinein zu sagen, dass manches damals vielleicht doch nicht so lustig war.

mit Nachtrag

Lebensplanung unter Vorbehalt

Lebensplanung unter Vorbehalt

Manche Menschen planen ihr Leben nach großen Ereignissen. Hochzeit, Kinder, Hausbau, Ruhestand. Andere warten auf eine gegengezeichnete Unterlassungserklärung. Jeder setzt eben seine Prioritäten selbst. Gerhard Riedl schreibt an den gegnerischen Anwalt: „Es würde meine Lebensplanung deutlich erleichtern, wenn ich erfahren könnte, ob mit einer Zusendung der o.g. Erklärung noch in diesem Jahr zu rechnen ist.“ Dieser Satz berührt. Man sieht den Mann förmlich am Küchentisch sitzen, vor sich den Kalender, daneben einen Bleistift und die große unbeantwortete Frage: Kann ich […]

Wenn der Gegner im Archiv wohnt

Wenn der Gegner im Archiv wohnt

Mit Nachwort… siehe unten! Es gibt Kritik. Es gibt Gegenkritik. Es gibt Polemik. Alles geschenkt. Wer öffentlich schreibt, muss damit leben, dass andere öffentlich antworten. Das gilt für mich genauso wie für Herrn Riedl. Ich habe oft genug über ihn geschrieben, er schreibt oft genug über mich. So weit, so normal. Schön ist das nicht immer, aber es gehört zur Bloggerwelt. Nur irgendwann kippt die Sache. Dann geht es nicht mehr nur um einen Artikel, eine Meinung, eine These oder […]

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