Riedls Revanche – der tänzerische „Hintern-Tritt“

Gerhard Riedls mangelnde Qualifikation als Kritiker – insbesondere im Tango – wurde bereits mehrfach thematisiert. Doch das ficht ihn nicht an: Jetzt inszeniert er eine „sachliche“ Replik auf meine Kritik an seinem Video, (da ging es nur darum, ob sein Tango improvisiert sein kann)  – indem er ausgerechnet mein Tanzvideo von 2019 einem argentinischen Profipaar gegenüberstellt. Zufall? Wohl kaum. Die zeitliche Nähe zur Veröffentlichung meiner Kritik lässt vielmehr auf eine Racheaktion schließen, getarnt als sachliche Auseinandersetzung. Alleine die Tatsache, dass er sich bei seinen Versuchen einer sachlichen Auseinandersetzung ständig die Finger bei mir verbrennt, müsste ihm doch  langsam dämmern, dass er sowieso widerlegt wird. Aber darum geht’s ihm garnicht: Er baut darauf, dass es den Lesern nicht auffällt. Aber mir!

https://milongafuehrer.blogspot.com/2025/06/was-mich-am-tango-fasziniert.html

Man könnte nun behaupten: „Wendel ist beleidigt und fühlt sich als Tänzer diskreditiert.“
Nein – aber zumindest missverstanden. Ich bin das Gegenteil eines selbstüberzeugten Tänzers: eher selbstkritisch, was mein tänzerisches Esprit betrifft. Ich halte meinen Tango nicht für besonders mitreißend – und genau deshalb tanze ich keine Shows, sondern nur dann vor, wenn ich darum gebeten werde.

Schon Ende der 80er Jahre habe ich meine „Bühnenkarriere“ mit Nicole Nau beendet – weil ich mich nicht gut genug fand. Ich weiß das, viele wissen das. Nur Gerhard Riedl scheint mich unbedingt mit argentinischen Profis auf eine Stufe stellen zu wollen.

Da er sich aber nicht traut, sein eigenes Tanzvideo meinem gegenüberzustellen – da käme er schlechter weg – setzt er mir ein Profi-Showpaar vor.

Ich stelle ausnahmsweise beide Videos online, damit man selbst vergleichen kann – und nicht auf seinem Blog herumirren muss.
Welches Paar nun in darauf folgenden Passage gemeint ist, ist wohl unschwer zu erkennen. 

Das besagte Video von Esther Nur und meiner Person (rechts) entstand im „Vida Mia“ in Köln – ein spontanes Vortanzen, das mir aus Respekt vor meiner Lebensleistung im Tango gewährt wurde. Ohne Allüren, ohne Spektakel – schlicht und unprätentiös, wie mein Tanzschulname „sencillo“ es sagt. Improvisiert, im Gegensatz zum – vermutlich choreografierten – Auftritt von Anna Yarigo & Angel Fabian Coria.

Statt mich also in einem fairen Vergleich zu stellen, zieht Riedl es vor, ein aufwendiges Showpaar zu loben – und mein improvisiertes Vortanzen herabzusetzen.

Deshalb wäre es mal an der Zeit, nicht nur über den Tango zu sprechen, sondern ein wiederholtes Mal auch über Gerhard Riedls Fähigkeit zur Kritik – oder besser: seine Unfähigkeit, sachlich und fair zu urteilen.
Viele wissen das und stöhnen wahrscheinlich auf: „Nein, Klaus, bitte nicht schon wieder!“  Aber ich bin hier persönlich betroffen. Und ich kenne die Hintergründe, also erlaube ich mir eine sachliche Einordnung. 

Gerhard Riedl hält sich offenbar für berufen, immer wieder seine vermeintliche Sachkenntnis über Tango unter Beweis zu stellen – trotz mehrfachen Abratens. Doch je verletzter er sich fühlt, desto mehr steigert er sich hinein. Und er missbraucht dann vorgeschobene Sachlichkeit für persönliche Rachefeldzüge. Das kann ich sogar belegen:

Einige Beispiele aus Riedls Text:

„Sie beginnen mit der gut abgehangenen Di Sarli-Grütze ‘Soñemos’ (…). Die tänzerische Interpretation aber liegt jenseits majestätischen Rumgeschleiches.“

Er lobt also ein Weglassen eines üblichen Attributs von guten Tanzpaaren. Da zeigt sich erneut, dass Riedl offenbar nicht versteht, dass elegantes Gehen zum Standardrepertoire eines guten Tangopaares gehört – ja, das Fundament bildet. Daran erkennt man Qualität. Kein Wunder, dass er selbst auf der Piste „herumeiert“ wie ein Wolpertinger auf zu glattem Parkett.

„Bei 8:45 kriegt Coria von seiner Partnerin sogar einen Tritt in den Hintern (…) bei 9:00 kommt die Revanche. Herrlich!

Hier zeigt sich sein oberflächliches Verständnis für Show: Die offensichtlich choreografierten Gags werden als spontane Ausgelassenheit gefeiert. Dass es sich dabei um einstudierte Effekte handelt – geschenkt. Riedl verwechselt Darstellung mit Authentizität. Und das mit der Revanche gefällt ihm offenbar besonders gut – siehe seine eigenen Reaktionen auf Kritik.

„Nun ist es nicht zu kritisieren, dass deutsche Tanzlehrer technisch nicht das hinbekommen, was internationale Showtänzer schaffen. Es geht mir aber um den Ansatz, die Ausstrahlung einer Vorführung.“

Also wieder das sinnlose Unterfangen Äpfel mit Birnen zu vergleichen, obwohl Unterricht und Show nicht das geringste miteinander zu tu haben. Was ist das für ein Kriterium für Tangolehrer und deren Unterricht? Ausstrahlung ist auch eine Kunstfertigkeit.  Kann man diese eigentlich seinen Tanzschüler vermitteln? Mir geht es da eher um Authentizität, weil ich keine Showtänzer ausbilde, sondern „Normalos“. Authentizität ist ein wesentliches Merkmal des Tango und sollte mehr im Vordergrund stehen als die vordergründig gespielte Leidenschaft einer Show.

Worum es wirklich geht:

Ich will das Paar nicht durch den Kakao ziehen – sie tanzen exzellent. Aber Riedls Vokabular („abgehangene SiSarli-Grütze““) ist keine sachliche Auseinandersetzung, sondern geschmacklich gefärbte Herabsetzung des Musikgeschmacks und somit des musikalischen Verständnisses der Tänzer. Seine Kritik bleibt substanzlos, weil er die technischen Hintergründe gar nicht kennt.

Was bleibt?

„Die einen tanzen, weil sie es dürfen – die anderen, weil sie es müssen.“

Eine pauschale Unterstellung: Wer „muss“ hier?
Wir wurden eingeladen und durften tanzen – aus Respekt. Das Profi-Paar tanzte vermutlich aus beruflicher Verpflichtung – mit Spaß, ja, aber eben im Rahmen einer Show. Auch wir hatten Freude an unserem Tanz – sie war nur nicht „ausgestellt“.

Und dass „Spaß“ ein objektives Kriterium sein soll, bleibt fraglich. Wie soll man das messen? Woran? Gesichtsausdruck? Energielevel?

Riedl verschweigt, dass ausgerechnet Argentinier und ein hochkarätiges Turnierpaar uns nach dem Auftritt hohe Musikalität bescheinigten. Ich mag nicht spekulieren, ob das Höflichkeit war – aber einer der argentinischen Tänzer sagte ausdrücklich, er lobe nur, wenn er es ernst meine*.

*(Diese Eigenschaft ist typisch argentinisch und man bezeichnet sie als „Como no? -Codigo“. Ein Porteño lobt gar nicht, oder nur, wenn er sich zu einem Urteil  genötigt  fühlt, mit „Como No“, aber wenn es ihm gefällt, von sich aus und mit „Muy Bien“, es war am Abend letzteres. )

Widersprüche bleiben auch sonst nicht aus:

Riedl lehnt „argentinische Regeln“ (codigos, ronda) gerne als überholt ab – aber in seinem Text verklärt er argentinische Paare plötzlich zum Maß aller Dinge. Deutsche? Haben keine Seele. Zumindest nicht seine.

Was ist denn eine „urdeutsche Demonstration des Vorgeschriebenen“? Erklärt er nicht. Technisch? Fehlanzeige. Mein Video enthält z.B. keinen einzigen ocho cortado – das Standardmotiv vieler „typisch deutscher“ Tänzer. Auch das gekreuzte Schrittsystem in einer Milonga ist bei Deutschen eher unüblich – bei uns war es zu sehen. Also wo ist seine Analyse?

Aber genau darum geht es ihm gar nicht. Es geht um den Effekt. Um Herabsetzung. Und um Revanche. Denn es wenn es ihm wirklich um die Gegenüberstellung von deutschem zu argentinischem Showtango gegangen wäre, warum dann ausgerechnet unser Video? Es gibt doch auch Constantin Rüger oder Raffael Busch & Susanne Opitz, die er ja ausgiebig gelobt hat.  

Fazit:

Vordergründig erscheint sein Artikel positiv als Lob für das Paar und wie er Tango mag. Hintergründig, etwas beleuchtet, erscheint er jedoch richtig bösartig. Wenn er meine Artikel lobt, dann nur die Stellen, in denen ich negativ einen Misstand formuliere und besonders, wenn ich mich selbstkritisch betrachte, aber nie die positiven Impulse, über die ich schreibe.

Sein Motive? Neid, Missgunst, Überheblichkeit.
Seine Kritikfähigkeit? Fragwürdig.
Seine Urteilsfähigkeit? Subjektiv, oft voreingenommen.
Sein Stil? Sprachlich gewandt, aber selten ehrlich oder reflektiert.

Riedls Verhalten vergleiche ich mit dem eines kleinen Köters, der ständig am Hosenbein herumzerrt und das als Spiel versteht; und dann laut quiekt, wenn er weggestoßen wird. 

Das Spiel mit dem Stöckchen kennt man: Er provoziert – ich antworte – er inszeniert sich als Opfer der Reaktion. Diesmal war es mein Tanzvideo. Sein eigenes Video wird hingegen nur verurteilt, weil er so über andere Paare herzieht. Über ihn, als Privat-Tänzer, würde sich niemand ein Urteil erlauben.

Und nein, ich bin nicht beleidigt, zumindest nicht als Tänzer, aber bin immer erstaunter, wie offen und unverblümt Gerhard Riedl auf seinem Blog mit der Darstellung seines Charakters umgeht. Ich kann mich als Tänzer sehr gut einschätzen. Ich kenne meine Grenzen. Riedl aber seine, als Tänzer oder als Blogger, offenbar nicht, sonst würde er keine tänzerischen Ratschläge erteilen.

Kann man mir verübeln oder sogar „Un-Coolness“ vorwerfen, dass ich darauf eingehe, wenn man mich unfair angreift? 

Vielleicht lerne ich es nie. Aber das bedeutet nicht, dass ich es unkommentiert lasse.

Die Frage stellt sich nun, ob er auch dieses Video als „urdeutsche Demonstration des Vorgeschriebenen“ bezeichnet, obwohl es unter widrigen Umständen entstand: Ich hatte während des Tanzes einen Astha-Schub.

Nachtrag zu Gerhard Riedls Replik auf diesen Artikel

Datum: 15. Juni 2025 – aber geistig irgendwo bei vorgestern

https://milongafuehrer.blogspot.com/2025/06/was-mich-am-tango-fasziniert.html

Und die Antwort folgte heute. Und meine erste Reaktion darauf war erstauntes Lachen.

Ich weiß nicht, ob er wirklich glaubt, was er da schreibt:

Zuerst erklärt er, wie er seine Kritik verstanden haben will – im Grunde genommen nur eine Wiederholung derselben Inhalte. Es sei ihm nicht um technische Details gegangen, sondern „nur“ um Ausstrahlung. Kriterien dafür, ob diese echt oder bloß dargestellt ist? Fehlanzeige. Was er damit überhaupt meint? Bleibt ebenfalls offen.

Aber wenn ich widerspreche und ihm aufzeige, dass es ihm gar nicht darum gegangen sein kann, weil er Äpfel mit Birnen vergleicht – warum geht er dann wieder nicht auf meine Argumente ein?

Dann sag ich Dir mal etwas, Gerhard – ganz in Deiner Art – etwas über Deine Satire: Dir fehlt, im Vergleich zu Harald Schmidt, leider der Humor, die intellektuelle Eleganz und der Blick fürs Wesentliche.

War das allgemein genug?

Dann beklagt er – wie schon oft – dass immer wieder über sein berüchtigtes Video hergezogen würde. Weiß er, warum das so ist? Weil er es selbst ständig wieder ins Gespräch bringt. Er braucht es wie ein Kettenraucher den letzten Glimmstängel. Jeder ernsthafte Tänzer hätte es längst gelöscht – er hält es als Mahnmal seiner Eitelkeit in der Welt.

Und jetzt der große Auftritt in Weißrüstung: er würde heute keiner Dame mehr empfehlen, sich mit ihm filmen zu lassen – man könnte ja dem „Gegeifer“ ausgesetzt sein.

Gerhard, was für ein edler Ritter du doch bist!
Nur dumm, dass niemand je die Dame kritisiert hat. Es ging immer – und ausschließlich – um dich. Um deine Selbstinszenierung, deine vermeintliche Autorität, deine Ahnungslosigkeit, getarnt als Tango-Kompetenz.

Es ging um seine mangelnde Musikalität, seine schlechte Technik – und, wenn’s denn um Ausstrahlung geht, um deren erschreckendes Fehlen. Alles Punkte, die man als Privattänzer nicht „können muss“, aber als öffentlich auftretender Kritiker voraussetzen sollte.

Ein Kritiker muss kein Konzertpianist sein. Aber er sollte die Stücke kennen, verschiedene Interpreten und deren Spielweisen, und sich intensiv mit den Komponisten beschäftigt haben.

Das nennt man Expertise.

Dann dieses Zitat:

„Ich glaube, dass es sich bei den Urhebern oft um sehr einsame Menschen handelt, was nicht bedeuten muss, dass sie allein leben. Aber sie leiden vermutlich daran, dass ihre Genialität nicht erkannt wird (…). Das muss die Welt nun büßen! Stellvertretend suchen sie sich Opfer, welche sich in ihren Augen viel zu wichtig machen – und (aus ihrer Sicht) damit auch noch Erfolg haben. Das muss unter allen Umständen verhindert werden!“

Da ist sie wieder – die schöne Opferrolle. Also alle, die Dir bescheinigen, keine Ahnung zu haben, sind wahlweise einsam, verbittert oder neurotisch. Wie praktisch.

„Besonders tragisch geraten wütende Attacken bejahrter Tangovertreter, welche ersichtlich darunter leiden, dass ihre Verdienste um unseren Tanz zu wenig gewürdigt werden, sie vielleicht sogar in Vergessenheit geraten. Für ihren Frust diene ich dann als Ersatzobjekt.“

Im Übrigen: Wer wirklich vergessen wurde, merkt es nicht mehr.
Wer aber unaufhörlich betont, nicht vergessen werden zu wollen – der ist mittendrin im inneren Drama.
Das hat nichts mit Alter zu tun, sondern mit Eitelkeit.

Also sei unbesorgt, Gerhard: Du wirst nicht vergessen.
Aber wohl leider auch nicht mehr ernstgenommen.

Zitat: „Daher fühlen sie sich als moralische Vollstrecker in geradezu göttlicher Mission.“

Lieber, (nein ich lüge) –  nicht lieber Gerhard,

Und Du ? Fühlst Du Dich nicht auch irgendwie moralisch berufen, andere öffentlich vorzuführen? Du ziehst mit Bösartigkeiten über mich und Deine Kritiker her – und spielst jetzt das empörte Friedenslamm?

wenn Du einen Artikel über Deine persönliche Meinung schreibst, dann schreib: „Gefällt mir“ oder „Gefällt mir nicht.“
Aber jeder Versuch, es „sachlich“ zu begründen, geht bei Dir regelmäßig in die Hose, weil Du es fachlich nicht erklären oder begründen kannst.

Du könntest höchstens sagen: „Ich habe den Eindruck, dass…“, „Es erscheint mir wie…“, „Es wäre möglich…“ Mehr nicht.

1. Unterschied zwischen Meinung und Fakten:

    • Den solltest Du – als jemand mit naturwissenschaftlicher Bildung – doch wohl kennen.
    • Tango ist keine Naturwissenschaft, aber eine Kunstform hat aber dennoch handwerklichen Grundlagen. Und die beruhen auf Technik.
    • Stil, Können, Ausdruck – all das lässt sich beurteilen, aber eben nur mit entsprechendem Wissen.
    • Und Du bist im Verhältnis zu denjenigen, die das haben, schlicht ein Laie.
    • Du darfst Deine Meinung sagen – klar. Aber wenn sie fachlich Unsinn ist, darfst Du Dich nicht wundern, dass man Dir dann mangelnde Kenntnis attestiert.
 

2. Falsche Balance:

Einerseits betonst Du ständig, dass Deine Veröffentlichungen ja nur Deine Meinung seien.

Aber andererseits trittst Du auf, als sei Deine Meinung Wahrheit.
Und ja, ich weiß, Du beanspruchst fachliche Qualität für Dich. Sonst würdest Du nicht sowas schreiben:

„Zwischentöne oder gar Buntheit existieren nicht – die Welt ist schwarz und weiß (…) Was diese Herrschaften verkünden, sind niemals subjektive Ansichten, sondern TATSACHEN.“

Genau darum geht’s, Gerhard.Tatsachen lassen sich nicht wegdiskutieren. Die kann man nur mit besseren Fakten widerlegen.

Das müsste Dir – als Naturwissenschaftler – doch einleuchten. Oder?

Und jetzt wird’s richtig skurril:

„Ich fürchte, solche Menschen sind völlig empathiefrei. Ein Gespür dafür, den Gesprächspartner mit einem Minimum an Respekt zu behandeln, fehlt völlig (…) Einzig Selbstmitleid ist im Überschuss vorhanden.“

Und wenn Dir jemand widerspricht, ist er sofort „respektlos“, „beleidigend“ oder „moralisch abwegig“.
Wenn Du Respekt erwartest, gib Deinen Kritikern auch welchen.

Aber der bewegt sich bei Dir aktuell im Milligramm-Bereich. Ich halte es für den größten Witz überhaupt, dass Du Dich auf „Respekt“ berufst – nach all Deinen Intrigen, Deiner Häme und den kleinen, feigen Unterstellungen.
Du weißt überhaupt nur dann, was Respekt ist, wenn es Dich betrifft.

Gerhard, Du bist wirklich ein Meister der Projektion!

Respekt:

Wenn du Respekt einforderst, solltest du selbst welchen zeigen. Nicht nur gegenüber deinen Kritikern, sondern gegenüber dem Tango. Der lebt nicht von großspurigen Blogtexten, sondern von Können, Wissen und einem echten Verständnis für Musik, Körper und Begegnung.

Und Gerhard – ein Rat von jemandem, der sich selbst oft genug infrage stellt: Schreib gern weiter deine Meinung. Aber nenn sie nicht Expertise. Denn dafür reicht’s (noch) nicht.

Du wolltest sachliche Kritik an deinem Tanz? Bitteschön:

    • Musikalisch? Daneben. Nicht absichtlich – sondern weil du’s schlicht nicht hörst.

    • Fußtechnik? Nicht vorhanden. Kein klarer Schritt, keine Dynamik, keine Kontrolle.

    • Haltung? Wie eine Fahne im Wind.

    • Figuren? Versuchter Nachbau ohne innere Struktur, ohne Übergänge, ohne Führung.

    • Ausdruck? Nicht einmal unbeholfen charmant, sondern schlicht hilflos.

    • Interpretation? Wenn man sie suchen müsste, bräuchte man einen Metalldetektor.

Was du da tanzt, wäre nicht einmal als Parodie auf Tango erkenntlich – wäre nicht zufällig Biagi im Hintergrund gelaufen. Und ja, das ist hart. Aber du wolltest doch sachlich, oder?

Zum Schluss:

Du willst den Tango retten vor Konformität, vor Langeweile, vor Regelwut?
Gut. Aber dann fang bei dir an.
Hör auf, dich selbst als Messlatte für Qualität aufzubauen, während du auf einem Niveau tanzt, das jeden Anfängerworkshop vor Scham erröten lässt.

Du hast keine Ahnung von Improvisation, keine von Technik, keine von musikalischer Phrasierung – aber beanspruchst, über all das zu schreiben, als wärest du Astor Piazzola persönlich.

Nein, Gerhard. Du bist kein Opfer. Du bist nicht „missverstanden“. Du bist einfach jemand, der seine Grenzen nicht erkennt.

Wenn du auf dieser Klaviatur weiterspielen willst – bitte. Aber wundere dich nicht, wenn das Publikum irgendwann nicht mehr klatscht, sondern den Saal verlässt.

5 thoughts on “Riedls Revanche – der tänzerische „Hintern-Tritt“

    • Author gravatar

      Ich versuche mir lieber nicht vorzustellen, was Gerhard aus der „gut abgehangenen DiSarli-Grütze“ machen würde – das könnte man wahrscheinlich zum optischen Waterboarding benutzen.

      • Author gravatar

        Ich will mich gar nicht erst in diese tänzerischen Abgründe bewegen, aber es ist zum verzweifeln, gegen so einen musikalischen Analphabeten zu argumentieren. Erkläre mal einem Blinden einen Blumenstrauß. Riedl ist eben auf Tango-Ebene populistisch und Querdenker. Das ist ja das fatale, wenn Tango-Halbwissen öffentlich wird, und viele Idioten hinterherlaufen.

        • Author gravatar

          Das(!) muss die Erklärung sein, weshalb er nicht an der Stunde der Weltmeister teilnehmen wollte:

          Er hatte Angst, dass man ihm dort gewaltig in den H…… getreten hätte.

          Das wäre allerdings auch geschehen, aber anders, als er sich das hier vorgestellt hat.

    • Author gravatar

      Lieber Klaus,

      muss das sein!!! Da schreibt Gerhard Riedl wieder einen Artikel und Du reagierst sofort. Inhaltlich ist Deinem Artikel wenig bis gar nichts hinzuzufügen. Aber Du wirst damit kaum etwas erreichen. Auch der Klaps auf den Hintern seiner Partnerin ist in dem Video swe argentinischen Lehrer vollkommen daneben. Aber es gibt wieder einen Punkt für Gerhard eteas zu schreiben, was mit dem Milonga-Alltag nichts zu tun hat. Gerhard bestimmt nicht den deutschen Tango er befüllt ein blogspot-Blog und ärgert seine Umwelt. Ich gehe davon aus, er weiß, was er tut und genießt es. Ab und zu fährt er noch einmal auf eine Milonga. (Welche Gnade! Die Milonga-Betreiber warten vermutlich nicht auf ihn.)
      Auch seine Ansichten zu „Soñemos“ (einem Titel aus dem eigentlich unspannenden Spätwerk von di Sarli) sind vollkommem irrelevant. Es geht darum wieder etwas zu schreiben und anderen Mitmenschen vor das Schienbein zu treten. Er kann halt nicht still sein.
      Und Du hüpfst einmal mehr über das Stöckchen. Warum?
      Soll das ewig so weitergehen mit dem Tango-Rentner aus der Provinz?

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