Welches Tango-Format ist das beste? Die falsche Frage.

Welches Tango-Format ist das beste? Die falsche Frage.

Ein Gastbeitrag von Christian Beyreuther


Festival? Milonga? Marathon? Encuentro? Nuevo-Event? Tango Queer?

Diese Frage taucht immer wieder auf: Welches Tango-Format ist eigentlich das beste? Viele suchen darauf eine klare Antwort. Doch die Wahrheit ist einfacher – und vielleicht auch ernüchternd.

Es gibt kein bestes Format. Es gibt nur das Format, das zu dir passt.

Oder anders gesagt:
Nicht das Format entscheidet über einen guten Tangoabend – sondern die Menschen auf der Tanzfläche.

Flying Monkeys im Tango

Flying Monkeys im Tango

Narzissmus, Neid und soziale Einflussnahme zwischen Milongas, Marathons und Encuentros

Ein Gastbeitrag von Christian Beyreuther

Der Begriff „Flying Monkeys“ stammt ursprünglich aus dem Film The Wizard of Oz. Dort schickt die Hexe ihre geflügelten Helfer aus, um in ihrem Namen zu handeln. Im psychologischen Sprachgebrauch beschreibt man damit Personen, die – häufig unbewusst – die Interessen einer dominanten Persönlichkeit unterstützen und deren Narrative weiterverbreiten.

Als Metapher eignet sich dieser Begriff, um bestimmte soziale Dynamiken in Gemeinschaften sichtbar zu machen. Auch in der Tangoszene.

Freiheit statt moralischer Erpressung

Freiheit statt moralischer Erpressung

Über Milongas, Encuentros und das Recht, Nein zu sagen
Ein Gastbeitrag von Christian Beyreuther

In letzter Zeit wurde in der Tangoszene wieder mal über „unfreundliche Veranstaltungen“ gesprochen. Gemeint sind meist Milongas oder Encuentros, auf denen Menschen nicht mit jedem tanzen, sondern auswählen. Manche vermeiden unangenehme Erfahrungen. Manche bleiben bei vertrauten Partnern. Manche suchen ihr eigenes Niveau.

Und prompt heißt es: elitär. ausgrenzend. unsolidarisch.

Ich halte diese Empörung für falsch.

Preisdebatten im Tango: Warum Milongas lange zu günstig waren – und warum sich das rächt

Preisdebatten im Tango: Warum Milongas lange zu günstig waren – und warum sich das rächt

Ein Gastbeitrag von Christian Beyreuther

Die Diskussion um steigende Eintrittspreise bei Milongas entzündet sich oft am falschen Punkt. Nicht die Erhöhung an sich ist bemerkenswert, sondern dass Veranstalter heute überhaupt gezwungen sind, offen über Zahlen zu sprechen. Genau diese Transparenz hat in der Tangoszene über viele Jahre gefehlt.

Wer über Preise diskutiert, ohne Kosten zu benennen, diskutiert letztlich im luftleeren Raum.

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