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	Kommentare zu: Gedanken über Tango Unterricht &#124; 39.Teil	</title>
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	<description>Ein Tango Blog von Klaus Wendel</description>
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		<title>
		Von: Warum der Hinweis auf den Dunning-Kruger-Effekt für viele so provozierend und arrogant wirkt &#124; TANGOcompas		</title>
		<link>https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-867</link>

		<dc:creator><![CDATA[Warum der Hinweis auf den Dunning-Kruger-Effekt für viele so provozierend und arrogant wirkt &#124; TANGOcompas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2026 15:53:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] habe momentan ungewöhnlich hohe Zugriffszahlen auf meinen Beitrag „Gedanken über Tango-Unterricht &#124; 39. Teil“. Offenbar bin ich in eine Facebook-Blase hineingestoßen, und genau dieser Artikel war für viele [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] habe momentan ungewöhnlich hohe Zugriffszahlen auf meinen Beitrag „Gedanken über Tango-Unterricht | 39. Teil“. Offenbar bin ich in eine Facebook-Blase hineingestoßen, und genau dieser Artikel war für viele [&#8230;]		</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christian Beyreuther		</title>
		<link>https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-861</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Beyreuther]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2026 23:05:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.tangocompas.co/?p=8770#comment-861</guid>

					<description><![CDATA[Richtigstellung zum letzten Artikel von G.R.

https://milongafuehrer.blogspot.com/?m=1

Zu den wiederholten Aussagen und Unterstellungen von Gerhard Riedl über meine Arbeit, meine Praxis und meine Motivation nehme ich wie folgt Stellung.

1) Unterstellungen zur Motivation und zum Geld

Riedl arbeitet konsequent mit dem Narrativ, bei meinen Milongas und Encuentros „rolle der Rubel“ oder Veranstaltungen seien „geschäftlich interessant“ bzw. uninteressant. Diese Darstellung ist sachlich falsch und entbehrt jeder Kenntnis realer Veranstaltungsarbeit. Eine Milonga zu organisieren bedeutet Kosten: Saalmiete, Technik, Werbung, Künstlergagen, Reise- und Übernachtungskosten, laufende Investitionen und organisatorische Verantwortung. Einnahmen sind keine Gewinne, sondern Voraussetzung, um kulturelle Arbeit überhaupt zu ermöglichen.

Riedl selbst hat nie wirtschaftliche Verantwortung für öffentliche Veranstaltungen getragen. Er urteilt aus der Distanz über Kostenstrukturen, die er nie verantwortet hat, und moralisiert Einnahmen pauschal. Dieses Geld-Narrativ ersetzt Argumente durch Verdacht und dient der Diskreditierung, nicht der Analyse.

2) Unterstellungen zur Musik und Programmatik

Die Behauptung, ich hätte keinen Bezug zu zeitgenössischer Tangomusik oder würde modernen Tango abwerten, ist falsch. Ich habe mehrere Live-Events mit Orchestern organisiert und auf meinen Milongas regelmäßig auch modernere Musik gespielt – bewusst dosiert, nicht als Dauerformat. Zwei bis fünf entsprechende Tandas pro Abend waren keine Ausnahme. Diese Fakten sind belegbar und bekannt, werden jedoch ausgeblendet, weil sie nicht in das gewünschte Bild passen.

Auch die rückwirkende Erzählung von „wilden Zeiten“, in denen angeblich keine traditionelle Musik gespielt worden sei, ist historisch verkürzt. Diese Phase war von Mischformen geprägt. Die heutige Verklärung dient weniger der Einordnung als der Abgrenzung.

3) Kritik an mir als Tänzer – Projektion eigener Grenzen

Riedl urteilt über Milongas, Regeln und andere Tänzer, obwohl er sich selbst auf engen Tanzflächen sichtbar schwertut. Nach eigener Beobachtung benötigt er viel Platz, tanzt kreuz und quer und kommt mit dichter Ronda nicht gut zurecht. Das ist eine tänzerische Präferenz – keine moralische Kategorie. Problematisch wird es dort, wo diese eigene Grenze externalisiert und zur Abwertung anderer erklärt wird.

Regeln auf Milongas sind kein Ausdruck von Unfreiheit, sondern ermöglichen gemeinsames Tanzen auf engem Raum. Wer damit nichts anfangen kann, sollte das als eigene Grenze akzeptieren und nicht als Defizit anderer framen.

4) Zeitargumente und Ausschlusslogik

Riedl konstruiert Legitimität über Einstiegsjahre und Zugehörigkeit („wilde Zeiten“, „Kind der Restaurationsphase“). Das ist kein Qualitätsargument, sondern ein Ausschlussmechanismus. Tango existierte lange vor Riedls persönlicher Sozialisation und wird von tausenden Menschen kompetent getanzt, die nicht Teil seines Zeitfensters waren. Wer Legitimität an Kalenderdaten knüpft, führt keinen inhaltlichen Diskurs.

5) Unterricht und Ausbildung – Realität statt Pose

Viele Unterrichtsstunden als Makel darzustellen („ob das ein gutes Zeichen ist“) verkennt die Realität des Tangos. Milongatauglichkeit entsteht bei den meisten Menschen erst nach eineinhalb bis zwei Jahren regelmäßigen Unterrichts. Danach beginnt Lernen erst wirklich. Unterrichtsmenge ist kein Schwächezeichen, sondern Ausdruck von Ernsthaftigkeit.

Riedls eigene Ausbildung ist nach seinen Angaben überschaubar: im Kern ein Kurs pro Woche über begrenzte Zeiträume. Rechnet man Ferien und berufliche Bindungen ein, ergibt sich eine klar einzuordnende Stundenzahl. Zudem spricht vieles dafür, dass er seit Jahren keinen regelmäßigen Unterricht mehr nimmt. Auch das ist legitim – relativiert jedoch pauschale Urteile über andere.

6) „Bei wem man lernt“ ist nicht egal

Ich habe Unterricht nicht nur genommen, sondern über Jahre hinweg begleitet und organisiert. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob man bei international anerkannten Profis lernt oder bei Personen, die meinen, Tango unterrichten zu können, davon aber weit entfernt sind. Diese Differenzierung fehlt in Riedls Argumentation nahezu vollständig.

7) Einladung ausgeschlagen – Praxis vermieden

Riedl hatte die Möglichkeit, sich konkret einzubringen. Er war eingeladen, an kostenlosem Unterricht mit professionellen Lehrern teilzunehmen. Dort hätte er zeigen können, was er nach eigenen Angaben gelernt hat. Dieses Angebot wurde nicht wahrgenommen. Wer Praxis meidet und zugleich aus der Distanz urteilt, schwächt die eigene Position erheblich.

8) Argumentationsmuster statt Argumente

Riedls Texte arbeiten überwiegend mit:
	•	Motivunterstellungen („geschäftlich“, „Rubel rollt“),
	•	Zeit- und Zugehörigkeitsframes,
	•	selektiver Wahrnehmung („nie gesehen“),
	•	psychologisierenden Zuschreibungen,
	•	Umkehrungen („Deutungshoheit“, „Statusdenken“).

Belege bleiben aus. Argumente werden ersetzt durch Narrative.

⸻

Schlussbemerkung

Diese Gegendarstellung dient der Klarstellung, nicht der Eskalation. Über Tango, Unterricht und Praxis lässt sich sachlich streiten. Pauschale Abwertungen, moralische Unterstellungen und selektive Wahrnehmung tragen dazu nichts bei. Wer kritisiert, sollte bereit sein, sich selbst messen zu lassen – in der Praxis ebenso wie in der Argumentation.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Richtigstellung zum letzten Artikel von G.R.</p>
<p><a href="https://milongafuehrer.blogspot.com/?m=1" rel="nofollow ugc">https://milongafuehrer.blogspot.com/?m=1</a></p>
<p>Zu den wiederholten Aussagen und Unterstellungen von Gerhard Riedl über meine Arbeit, meine Praxis und meine Motivation nehme ich wie folgt Stellung.</p>
<p>1) Unterstellungen zur Motivation und zum Geld</p>
<p>Riedl arbeitet konsequent mit dem Narrativ, bei meinen Milongas und Encuentros „rolle der Rubel“ oder Veranstaltungen seien „geschäftlich interessant“ bzw. uninteressant. Diese Darstellung ist sachlich falsch und entbehrt jeder Kenntnis realer Veranstaltungsarbeit. Eine Milonga zu organisieren bedeutet Kosten: Saalmiete, Technik, Werbung, Künstlergagen, Reise- und Übernachtungskosten, laufende Investitionen und organisatorische Verantwortung. Einnahmen sind keine Gewinne, sondern Voraussetzung, um kulturelle Arbeit überhaupt zu ermöglichen.</p>
<p>Riedl selbst hat nie wirtschaftliche Verantwortung für öffentliche Veranstaltungen getragen. Er urteilt aus der Distanz über Kostenstrukturen, die er nie verantwortet hat, und moralisiert Einnahmen pauschal. Dieses Geld-Narrativ ersetzt Argumente durch Verdacht und dient der Diskreditierung, nicht der Analyse.</p>
<p>2) Unterstellungen zur Musik und Programmatik</p>
<p>Die Behauptung, ich hätte keinen Bezug zu zeitgenössischer Tangomusik oder würde modernen Tango abwerten, ist falsch. Ich habe mehrere Live-Events mit Orchestern organisiert und auf meinen Milongas regelmäßig auch modernere Musik gespielt – bewusst dosiert, nicht als Dauerformat. Zwei bis fünf entsprechende Tandas pro Abend waren keine Ausnahme. Diese Fakten sind belegbar und bekannt, werden jedoch ausgeblendet, weil sie nicht in das gewünschte Bild passen.</p>
<p>Auch die rückwirkende Erzählung von „wilden Zeiten“, in denen angeblich keine traditionelle Musik gespielt worden sei, ist historisch verkürzt. Diese Phase war von Mischformen geprägt. Die heutige Verklärung dient weniger der Einordnung als der Abgrenzung.</p>
<p>3) Kritik an mir als Tänzer – Projektion eigener Grenzen</p>
<p>Riedl urteilt über Milongas, Regeln und andere Tänzer, obwohl er sich selbst auf engen Tanzflächen sichtbar schwertut. Nach eigener Beobachtung benötigt er viel Platz, tanzt kreuz und quer und kommt mit dichter Ronda nicht gut zurecht. Das ist eine tänzerische Präferenz – keine moralische Kategorie. Problematisch wird es dort, wo diese eigene Grenze externalisiert und zur Abwertung anderer erklärt wird.</p>
<p>Regeln auf Milongas sind kein Ausdruck von Unfreiheit, sondern ermöglichen gemeinsames Tanzen auf engem Raum. Wer damit nichts anfangen kann, sollte das als eigene Grenze akzeptieren und nicht als Defizit anderer framen.</p>
<p>4) Zeitargumente und Ausschlusslogik</p>
<p>Riedl konstruiert Legitimität über Einstiegsjahre und Zugehörigkeit („wilde Zeiten“, „Kind der Restaurationsphase“). Das ist kein Qualitätsargument, sondern ein Ausschlussmechanismus. Tango existierte lange vor Riedls persönlicher Sozialisation und wird von tausenden Menschen kompetent getanzt, die nicht Teil seines Zeitfensters waren. Wer Legitimität an Kalenderdaten knüpft, führt keinen inhaltlichen Diskurs.</p>
<p>5) Unterricht und Ausbildung – Realität statt Pose</p>
<p>Viele Unterrichtsstunden als Makel darzustellen („ob das ein gutes Zeichen ist“) verkennt die Realität des Tangos. Milongatauglichkeit entsteht bei den meisten Menschen erst nach eineinhalb bis zwei Jahren regelmäßigen Unterrichts. Danach beginnt Lernen erst wirklich. Unterrichtsmenge ist kein Schwächezeichen, sondern Ausdruck von Ernsthaftigkeit.</p>
<p>Riedls eigene Ausbildung ist nach seinen Angaben überschaubar: im Kern ein Kurs pro Woche über begrenzte Zeiträume. Rechnet man Ferien und berufliche Bindungen ein, ergibt sich eine klar einzuordnende Stundenzahl. Zudem spricht vieles dafür, dass er seit Jahren keinen regelmäßigen Unterricht mehr nimmt. Auch das ist legitim – relativiert jedoch pauschale Urteile über andere.</p>
<p>6) „Bei wem man lernt“ ist nicht egal</p>
<p>Ich habe Unterricht nicht nur genommen, sondern über Jahre hinweg begleitet und organisiert. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob man bei international anerkannten Profis lernt oder bei Personen, die meinen, Tango unterrichten zu können, davon aber weit entfernt sind. Diese Differenzierung fehlt in Riedls Argumentation nahezu vollständig.</p>
<p>7) Einladung ausgeschlagen – Praxis vermieden</p>
<p>Riedl hatte die Möglichkeit, sich konkret einzubringen. Er war eingeladen, an kostenlosem Unterricht mit professionellen Lehrern teilzunehmen. Dort hätte er zeigen können, was er nach eigenen Angaben gelernt hat. Dieses Angebot wurde nicht wahrgenommen. Wer Praxis meidet und zugleich aus der Distanz urteilt, schwächt die eigene Position erheblich.</p>
<p>8) Argumentationsmuster statt Argumente</p>
<p>Riedls Texte arbeiten überwiegend mit:<br />
	•	Motivunterstellungen („geschäftlich“, „Rubel rollt“),<br />
	•	Zeit- und Zugehörigkeitsframes,<br />
	•	selektiver Wahrnehmung („nie gesehen“),<br />
	•	psychologisierenden Zuschreibungen,<br />
	•	Umkehrungen („Deutungshoheit“, „Statusdenken“).</p>
<p>Belege bleiben aus. Argumente werden ersetzt durch Narrative.</p>
<p>⸻</p>
<p>Schlussbemerkung</p>
<p>Diese Gegendarstellung dient der Klarstellung, nicht der Eskalation. Über Tango, Unterricht und Praxis lässt sich sachlich streiten. Pauschale Abwertungen, moralische Unterstellungen und selektive Wahrnehmung tragen dazu nichts bei. Wer kritisiert, sollte bereit sein, sich selbst messen zu lassen – in der Praxis ebenso wie in der Argumentation.		</p>
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]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christian Beyreuther		</title>
		<link>https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-860</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Beyreuther]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2026 10:38:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.tangocompas.co/?p=8770#comment-860</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-858&quot;&gt;Christian Beyreuther&lt;/a&gt;.

Unterricht statt Nebenkriegsschauplätze
Eigentlich sollte es auf dem Blog von Klaus Wendel um Tango-Unterricht gehen – um Inhalte, Konzepte und Erfahrungen. Nicht um persönliche Auseinandersetzungen und Nebengeräusche. Dass der Fokus immer wieder davon weggezogen wird, liegt nicht am Thema selbst, sondern an den Reaktionen darauf.

Nach der Offenlegung meiner tänzerischen Chronik reagierte Gerhard Riedl sinngemäß damit, dass ich „erst“ 2009 ernsthaft mit Tango begonnen hätte, viele Unterrichtsstunden genommen habe, die sogenannten „wilden Zeiten“ verpasst hätte und damit angeblich einer historischen Sichtweise folge, die modernen Tango abwerte. Zudem erklärte er, mich nie auf Veranstaltungen mit zeitgenössischer Tangomusik gesehen zu haben. Diese Aussagen lassen sich einordnen.

Riedls Reaktion ist keine Sachklärung, sondern eine Positionsverschiebung. Der Ton wirkt oberflächlich gelassen, inhaltlich folgt er jedoch einem vertrauten Muster: Abwertung durch Kontextdeutung statt Auseinandersetzung mit Argumenten. Zunächst wird Unterrichtserfahrung scheinbar anerkannt, um sie im nächsten Moment zu relativieren – etwa durch die Bemerkung, es sei fraglich, ob viele Unterrichtsstunden überhaupt ein gutes Zeichen seien. Anerkennung dient hier nicht der Einordnung, sondern der Entwertung.

Auch der Verweis auf ein späteres Einstiegsjahr ersetzt kein inhaltliches Argument. Er dient der Hierarchisierung nach dem Motto: Wer nicht „dabei war“, versteht angeblich weniger. Das ist kein Diskurs über Qualität oder Inhalt, sondern ein Ausschlussmechanismus. Diese Logik richtet sich nicht nur gegen mich, sondern implizit gegen tausende Tänzerinnen und Tänzer, die den Tango ernsthaft leben, lehren und weiterentwickeln – unabhängig davon, wann sie begonnen haben.

Hinzu kommen Zuschreibungen ohne jeden Nachweis, etwa die Behauptung, ich folge einer Sichtweise, die modernen Tango abwerte. Belege dafür fehlen vollständig. Ebenso werden persönliche Beobachtungen – man habe mich auf bestimmten Veranstaltungen „nie gesehen“ – zur allgemeinen Wirklichkeit erklärt. Das ist keine Analyse, sondern subjektive Wahrnehmung, die zum Maßstab erhoben wird.

Eine solche Haltung verkennt nicht nur die Vielfalt und Geschichte des Tangos, der lange vor Riedls persönlicher Erfahrung existierte, sondern stellt ihn auch unnötig eng. Wer Tango auf ein eigenes Zeitfenster reduziert, disqualifiziert sich selbst als Maßstab – und macht sich damit weniger relevant, nicht andere.

Insgesamt zeigt der Text kein Eingehen auf Argumente und keine Vertiefung der Unterrichtsfrage. Stattdessen dominieren zeitliche Abwertung, Zugehörigkeitsprüfungen, Unterstellungen von Haltungen und der Anspruch, definieren zu können, was „richtiger“ Tango sei. Kurz gesagt: Riedl diskutiert nicht – er sortiert ein.

Der Kern der Sache liegt damit nicht in meiner Praxis, sondern in seinem Umgang mit Widerspruch. Wer nicht aus „seiner Zeit“ stammt, andere Musik schätzt oder andere Schlüsse zieht, kann es aus dieser Perspektive nicht richtig verstanden haben. Das ist kein Dialog, sondern Grenzziehung. Nüchtern betrachtet wollte Riedl mit seiner Antwort Überlegenheit markieren. Tatsächlich zeigt er erneut eine geringe Bereitschaft zur inhaltlichen Auseinandersetzung, eine starke Fixierung auf Zugehörigkeit und Deutungshoheit sowie den Impuls, fremde Positionen durch Kontextualisierung zu verkleinern. Ruhig zusammengefasst: Es geht hier nicht um Unterricht, sondern um Abgrenzung. Wer über Tango-Unterricht sprechen will, sollte bei Inhalten bleiben – und nicht bei persönlichen Sortierungen.

Abschließende Einordnung
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass Riedls eigene Ausbildung im Tango überschaubar geblieben ist. Viel spricht dafür, dass sie sich auf wenige Unterrichtseinheiten beschränkt hat – was für ihn offenbar ausreichend war. Mehr schien aus seiner Sicht nicht notwendig. Die von ihm beschworenen „wilden Zeiten“ dürften sich auf einzelne prägende Begegnungen beziehen, etwa im Umfeld der Grönigers. Dieses Paar hat zweifellos Spuren hinterlassen, doch Allwissen oder Unfehlbarkeit lassen sich daraus nicht ableiten.

Auffällig ist vielmehr, dass sich Riedl konsequent außerhalb strukturierter Lernzusammenhänge positioniert. Wer sich selbst früh als Maßstab setzt, braucht keine Lehrer mehr – und begegnet anderen auch nicht auf Augenhöhe. Das erklärt, warum sich sein Tango-Kosmos zunehmend ins Private verlagert hat. Die viel beschworene „Wohnzimmer-Milonga“ ist weniger Ausdruck künstlerischer Freiheit als Resultat eines Rückzugs: ein geschlossener Raum, in dem Widerspruch nicht stört und Selbstbestätigung funktioniert.

Kontakte, die es einmal gab, sind über die Zeit hinweg offenbar weniger geworden. Nicht, weil andere nichts verstanden hätten, sondern weil permanentes Dazwischenreden, Besserwissen und Abwerten auf Dauer ermüdet. Wer sich selbst zur Instanz erklärt, ohne sich je wieder dem Lernen auszusetzen, isoliert sich zwangsläufig.

Das eigentliche Problem ist dabei nicht mangelnde Technik oder fehlender Unterricht, sondern eine deutliche Selbstüberschätzung. Wer überzeugt ist, den Tango „verstanden“ zu haben, ohne sich weiterhin prüfen, korrigieren oder herausfordern zu lassen, verwechselt Gewissheit mit Können.

Der einfachste Weg wäre ein anderer: Kurse besuchen, sich aussetzen, mit anderen lernen, Fehler riskieren. Doch genau das scheint nicht mehr möglich. Stattdessen bleibt das, was Riedl nachweislich gut beherrscht: andere kleinzureden, Positionen abzuwerten und sich im entscheidenden Moment der konkreten Auseinandersetzung zu entziehen. Dieses Muster zieht sich konsequent durch sein Auftreten – früher wie heute.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-858">Christian Beyreuther</a>.</p>
<p>Unterricht statt Nebenkriegsschauplätze<br />
Eigentlich sollte es auf dem Blog von Klaus Wendel um Tango-Unterricht gehen – um Inhalte, Konzepte und Erfahrungen. Nicht um persönliche Auseinandersetzungen und Nebengeräusche. Dass der Fokus immer wieder davon weggezogen wird, liegt nicht am Thema selbst, sondern an den Reaktionen darauf.</p>
<p>Nach der Offenlegung meiner tänzerischen Chronik reagierte Gerhard Riedl sinngemäß damit, dass ich „erst“ 2009 ernsthaft mit Tango begonnen hätte, viele Unterrichtsstunden genommen habe, die sogenannten „wilden Zeiten“ verpasst hätte und damit angeblich einer historischen Sichtweise folge, die modernen Tango abwerte. Zudem erklärte er, mich nie auf Veranstaltungen mit zeitgenössischer Tangomusik gesehen zu haben. Diese Aussagen lassen sich einordnen.</p>
<p>Riedls Reaktion ist keine Sachklärung, sondern eine Positionsverschiebung. Der Ton wirkt oberflächlich gelassen, inhaltlich folgt er jedoch einem vertrauten Muster: Abwertung durch Kontextdeutung statt Auseinandersetzung mit Argumenten. Zunächst wird Unterrichtserfahrung scheinbar anerkannt, um sie im nächsten Moment zu relativieren – etwa durch die Bemerkung, es sei fraglich, ob viele Unterrichtsstunden überhaupt ein gutes Zeichen seien. Anerkennung dient hier nicht der Einordnung, sondern der Entwertung.</p>
<p>Auch der Verweis auf ein späteres Einstiegsjahr ersetzt kein inhaltliches Argument. Er dient der Hierarchisierung nach dem Motto: Wer nicht „dabei war“, versteht angeblich weniger. Das ist kein Diskurs über Qualität oder Inhalt, sondern ein Ausschlussmechanismus. Diese Logik richtet sich nicht nur gegen mich, sondern implizit gegen tausende Tänzerinnen und Tänzer, die den Tango ernsthaft leben, lehren und weiterentwickeln – unabhängig davon, wann sie begonnen haben.</p>
<p>Hinzu kommen Zuschreibungen ohne jeden Nachweis, etwa die Behauptung, ich folge einer Sichtweise, die modernen Tango abwerte. Belege dafür fehlen vollständig. Ebenso werden persönliche Beobachtungen – man habe mich auf bestimmten Veranstaltungen „nie gesehen“ – zur allgemeinen Wirklichkeit erklärt. Das ist keine Analyse, sondern subjektive Wahrnehmung, die zum Maßstab erhoben wird.</p>
<p>Eine solche Haltung verkennt nicht nur die Vielfalt und Geschichte des Tangos, der lange vor Riedls persönlicher Erfahrung existierte, sondern stellt ihn auch unnötig eng. Wer Tango auf ein eigenes Zeitfenster reduziert, disqualifiziert sich selbst als Maßstab – und macht sich damit weniger relevant, nicht andere.</p>
<p>Insgesamt zeigt der Text kein Eingehen auf Argumente und keine Vertiefung der Unterrichtsfrage. Stattdessen dominieren zeitliche Abwertung, Zugehörigkeitsprüfungen, Unterstellungen von Haltungen und der Anspruch, definieren zu können, was „richtiger“ Tango sei. Kurz gesagt: Riedl diskutiert nicht – er sortiert ein.</p>
<p>Der Kern der Sache liegt damit nicht in meiner Praxis, sondern in seinem Umgang mit Widerspruch. Wer nicht aus „seiner Zeit“ stammt, andere Musik schätzt oder andere Schlüsse zieht, kann es aus dieser Perspektive nicht richtig verstanden haben. Das ist kein Dialog, sondern Grenzziehung. Nüchtern betrachtet wollte Riedl mit seiner Antwort Überlegenheit markieren. Tatsächlich zeigt er erneut eine geringe Bereitschaft zur inhaltlichen Auseinandersetzung, eine starke Fixierung auf Zugehörigkeit und Deutungshoheit sowie den Impuls, fremde Positionen durch Kontextualisierung zu verkleinern. Ruhig zusammengefasst: Es geht hier nicht um Unterricht, sondern um Abgrenzung. Wer über Tango-Unterricht sprechen will, sollte bei Inhalten bleiben – und nicht bei persönlichen Sortierungen.</p>
<p>Abschließende Einordnung<br />
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass Riedls eigene Ausbildung im Tango überschaubar geblieben ist. Viel spricht dafür, dass sie sich auf wenige Unterrichtseinheiten beschränkt hat – was für ihn offenbar ausreichend war. Mehr schien aus seiner Sicht nicht notwendig. Die von ihm beschworenen „wilden Zeiten“ dürften sich auf einzelne prägende Begegnungen beziehen, etwa im Umfeld der Grönigers. Dieses Paar hat zweifellos Spuren hinterlassen, doch Allwissen oder Unfehlbarkeit lassen sich daraus nicht ableiten.</p>
<p>Auffällig ist vielmehr, dass sich Riedl konsequent außerhalb strukturierter Lernzusammenhänge positioniert. Wer sich selbst früh als Maßstab setzt, braucht keine Lehrer mehr – und begegnet anderen auch nicht auf Augenhöhe. Das erklärt, warum sich sein Tango-Kosmos zunehmend ins Private verlagert hat. Die viel beschworene „Wohnzimmer-Milonga“ ist weniger Ausdruck künstlerischer Freiheit als Resultat eines Rückzugs: ein geschlossener Raum, in dem Widerspruch nicht stört und Selbstbestätigung funktioniert.</p>
<p>Kontakte, die es einmal gab, sind über die Zeit hinweg offenbar weniger geworden. Nicht, weil andere nichts verstanden hätten, sondern weil permanentes Dazwischenreden, Besserwissen und Abwerten auf Dauer ermüdet. Wer sich selbst zur Instanz erklärt, ohne sich je wieder dem Lernen auszusetzen, isoliert sich zwangsläufig.</p>
<p>Das eigentliche Problem ist dabei nicht mangelnde Technik oder fehlender Unterricht, sondern eine deutliche Selbstüberschätzung. Wer überzeugt ist, den Tango „verstanden“ zu haben, ohne sich weiterhin prüfen, korrigieren oder herausfordern zu lassen, verwechselt Gewissheit mit Können.</p>
<p>Der einfachste Weg wäre ein anderer: Kurse besuchen, sich aussetzen, mit anderen lernen, Fehler riskieren. Doch genau das scheint nicht mehr möglich. Stattdessen bleibt das, was Riedl nachweislich gut beherrscht: andere kleinzureden, Positionen abzuwerten und sich im entscheidenden Moment der konkreten Auseinandersetzung zu entziehen. Dieses Muster zieht sich konsequent durch sein Auftreten – früher wie heute.		</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christian Beyreuther		</title>
		<link>https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-858</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Beyreuther]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 14:17:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.tangocompas.co/?p=8770#comment-858</guid>

					<description><![CDATA[Nachtrag: Zur Einordnung meiner tänzerischen Praxis
Da erneut über meine angeblich fehlende Erfahrung spekuliert wird, hier eine kurze, sachliche Chronik – nicht zur Selbsterhöhung, sondern zur Einordnung.

Gesellschaftstanz
Bis Ende der 1990er-Jahre habe ich im Breitensport das Goldstar-Abzeichen erworben, in der Tanzschule Neubert in Regensburg. Die goldene Anstecknadel dürfte noch existieren. 

Tango Argentino
2002 (31 Jahre): Erste Schritte im Tango Argentino

Ab ca. 2009 (38 Jahre): Ernsthafter Einstieg
Intensive Ausbildungsphase
Alter 42–47: vier- bis fünfmal wöchentlich Unterricht
Montag bis Mittwoch, manchmal Montag bis Donnerstag: Academia de Tango Nürnberg

Samstag und Sonntag: Academia de Tango Regensburg
(über mehrere Jahre mitorganisiert)

Buenos Aires
Vier Aufenthalte, jeweils ca. ein Monat
Täglicher Unterricht (drei Einheiten pro Tag, außer sonntags)
u. a. auch bei Gustavo Naveira

Weitere kontinuierliche Ausbildung
- Ab dem 47. Lebensjahr: wöchentlich zwei feste Unterrichtsstunden

Ab ca. dem 45. Lebensjahr: regelmäßige Festivals und Workshops bis zur Pandemie, u. a. bei
- Chicho Frumboli und
- Michael Nadtochi und viele andere...  

Nach der Pandemie
- Einzelne Workshops
- Wenn möglich, einmal wöchentlich Unterricht in Regensburg

Diese Auflistung soll keine Debatte gewinnen, sondern klarstellen, was tatsächlich an Zeit, Unterricht und Praxis investiert wurde. Wer daraus etwas anderes lesen möchte, kann das gern tun – an den Fakten ändert es nichts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag: Zur Einordnung meiner tänzerischen Praxis<br />
Da erneut über meine angeblich fehlende Erfahrung spekuliert wird, hier eine kurze, sachliche Chronik – nicht zur Selbsterhöhung, sondern zur Einordnung.</p>
<p>Gesellschaftstanz<br />
Bis Ende der 1990er-Jahre habe ich im Breitensport das Goldstar-Abzeichen erworben, in der Tanzschule Neubert in Regensburg. Die goldene Anstecknadel dürfte noch existieren. </p>
<p>Tango Argentino<br />
2002 (31 Jahre): Erste Schritte im Tango Argentino</p>
<p>Ab ca. 2009 (38 Jahre): Ernsthafter Einstieg<br />
Intensive Ausbildungsphase<br />
Alter 42–47: vier- bis fünfmal wöchentlich Unterricht<br />
Montag bis Mittwoch, manchmal Montag bis Donnerstag: Academia de Tango Nürnberg</p>
<p>Samstag und Sonntag: Academia de Tango Regensburg<br />
(über mehrere Jahre mitorganisiert)</p>
<p>Buenos Aires<br />
Vier Aufenthalte, jeweils ca. ein Monat<br />
Täglicher Unterricht (drei Einheiten pro Tag, außer sonntags)<br />
u. a. auch bei Gustavo Naveira</p>
<p>Weitere kontinuierliche Ausbildung<br />
&#8211; Ab dem 47. Lebensjahr: wöchentlich zwei feste Unterrichtsstunden</p>
<p>Ab ca. dem 45. Lebensjahr: regelmäßige Festivals und Workshops bis zur Pandemie, u. a. bei<br />
&#8211; Chicho Frumboli und<br />
&#8211; Michael Nadtochi und viele andere&#8230;  </p>
<p>Nach der Pandemie<br />
&#8211; Einzelne Workshops<br />
&#8211; Wenn möglich, einmal wöchentlich Unterricht in Regensburg</p>
<p>Diese Auflistung soll keine Debatte gewinnen, sondern klarstellen, was tatsächlich an Zeit, Unterricht und Praxis investiert wurde. Wer daraus etwas anderes lesen möchte, kann das gern tun – an den Fakten ändert es nichts.		</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Klaus Wendel		</title>
		<link>https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-857</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Wendel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 13:51:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.tangocompas.co/?p=8770#comment-857</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-856&quot;&gt;Christian Beyreuther&lt;/a&gt;.

Mal sehen, was wirklich passiert, wenn ich gleich Teil 40 liefere. Ob er dann auch, wie eigentlich zu hoffen wäre, irgendeinen Gedanken über den Inhalt äußert?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-856">Christian Beyreuther</a>.</p>
<p>Mal sehen, was wirklich passiert, wenn ich gleich Teil 40 liefere. Ob er dann auch, wie eigentlich zu hoffen wäre, irgendeinen Gedanken über den Inhalt äußert?		</p>
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		<title>
		Von: Christian Beyreuther		</title>
		<link>https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-856</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Beyreuther]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 13:44:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.tangocompas.co/?p=8770#comment-856</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-855&quot;&gt;Christian Beyreuther&lt;/a&gt;.

Nachtrag: Ruhig formuliert, klar benannt

Wenn Gerhard Riedl behauptet, seine Texte kreisten nicht überwiegend um Klaus Wendel, passt das schlecht zu seiner offen bekundeten Erwartungshaltung gegenüber der nächsten Veröffentlichung. Riedl hat selbst geschrieben, er warte ungeduldig auf Teil 40. Wer nicht fixiert ist, wartet nicht.

Der Kern liegt tiefer: Riedl erträgt es nicht, wenn andere etwas formulieren, durchdringen oder vermitteln, was ihm selbst nicht zugänglich ist. Nicht Zustimmung fehlt, sondern die Fähigkeit, Fremdleistung stehen zu lassen. Daraus entsteht Kränkung – und aus Kränkung der Drang, kleinzureden. Zugeben kommt dabei nicht in Frage; Relativieren ersetzt Einsicht.

Ruhig gesagt: Das ist kein inhaltlicher Dissens, sondern eine persönliche Grenze. Wenn Wendel etwas schreibt, das außerhalb von Riedls eigener Reichweite liegt, wird nicht geprüft, sondern abgewertet. Nicht aus Argumenten heraus, sondern aus verletzter Selbstgewissheit – am Ende aus gekränktem Ego.

So wird aus Beobachtung Beharren, aus Kritik Wiederholung und aus Diskussion eine Endlosschleife. Kein Dialog, keine Entwicklung – nur der Versuch, das Fremde zu verkleinern, damit das Eigene erträglich bleibt.

Riedl mag selbst glauben, was er schreibt. Doch mit jeder weiteren Relativierung verliert er an Glaubwürdigkeit. Was als Haltung gemeint ist, wirkt zunehmend wie Selbstbestätigung – und genau das untergräbt seine Wirkung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-855">Christian Beyreuther</a>.</p>
<p>Nachtrag: Ruhig formuliert, klar benannt</p>
<p>Wenn Gerhard Riedl behauptet, seine Texte kreisten nicht überwiegend um Klaus Wendel, passt das schlecht zu seiner offen bekundeten Erwartungshaltung gegenüber der nächsten Veröffentlichung. Riedl hat selbst geschrieben, er warte ungeduldig auf Teil 40. Wer nicht fixiert ist, wartet nicht.</p>
<p>Der Kern liegt tiefer: Riedl erträgt es nicht, wenn andere etwas formulieren, durchdringen oder vermitteln, was ihm selbst nicht zugänglich ist. Nicht Zustimmung fehlt, sondern die Fähigkeit, Fremdleistung stehen zu lassen. Daraus entsteht Kränkung – und aus Kränkung der Drang, kleinzureden. Zugeben kommt dabei nicht in Frage; Relativieren ersetzt Einsicht.</p>
<p>Ruhig gesagt: Das ist kein inhaltlicher Dissens, sondern eine persönliche Grenze. Wenn Wendel etwas schreibt, das außerhalb von Riedls eigener Reichweite liegt, wird nicht geprüft, sondern abgewertet. Nicht aus Argumenten heraus, sondern aus verletzter Selbstgewissheit – am Ende aus gekränktem Ego.</p>
<p>So wird aus Beobachtung Beharren, aus Kritik Wiederholung und aus Diskussion eine Endlosschleife. Kein Dialog, keine Entwicklung – nur der Versuch, das Fremde zu verkleinern, damit das Eigene erträglich bleibt.</p>
<p>Riedl mag selbst glauben, was er schreibt. Doch mit jeder weiteren Relativierung verliert er an Glaubwürdigkeit. Was als Haltung gemeint ist, wirkt zunehmend wie Selbstbestätigung – und genau das untergräbt seine Wirkung.		</p>
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		<title>
		Von: Christian Beyreuther		</title>
		<link>https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-855</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Beyreuther]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 13:13:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.tangocompas.co/?p=8770#comment-855</guid>

					<description><![CDATA[Sprühende Funken – viel Rauch, wenig Substanz

In seinem jüngsten Beitrag
„Sprühende Funken der Kritik“
https://milongafuehrer.blogspot.com/2026/01/spruhende-funken-der-kritik_12.html

liefert Gerhard Riedl erneut ein Beispiel für genau jene Mechanismen, die seit Langem kritisch beobachtet werden. Der Text ist weniger eine Auseinandersetzung mit Inhalten als vielmehr eine ausufernde Rechtfertigungsschrift, getragen von Selbstbezug, Abwertung und dem Versuch, Deutungshoheit zu behalten.

Mit jeder dieser Reaktionen untergräbt er seine eigene Glaubwürdigkeit weiter. Die immer wieder bemühten Verweise auf angeblich hohe Zugriffszahlen wirken dabei eher wie ein Ersatzargument als wie ein Beleg für tatsächliche Relevanz. Texte gewinnen nicht an Bedeutung, nur weil sie oft angeklickt werden – erst recht nicht, wenn ihnen inhaltliche Substanz fehlt. Hinzu kommt, dass er lediglich Zahlen nennt, ohne jede nachvollziehbare Auswertung. Dabei ließen sich Seitenzugriffe problemlos statistisch aufschlüsseln, lokalisieren und transparent darstellen. Wo sind diese Belege? Solange sie fehlen, bleibt der Eindruck, dass hier mehr behauptet als belegt wird.

Außerhalb seines eigenen Blogs wird Riedl inzwischen vielfach belächelt. In Gesprächen hört man nicht selten Sätze wie: „Ach, der Riedl – der hat doch keine Ahnung.“ Das ist kein Angriff, sondern eine Beobachtung: Seine Texte werden kaum noch als Beitrag zum Tango-Diskurs wahrgenommen, sondern eher als selbstreferenzielle Endlosschleifen.

Warum man überhaupt noch auf ihn reagiert, fragen manche. Die Antwort liegt weniger in seinen Inhalten als in seinem Auftreten. Der permanente Rechtfertigungsdrang, das Bedürfnis nach dem letzten Wort und die konsequente Externalisierung von Verantwortung prägen seine Texte. Kritik wird nicht aufgenommen, sondern umgedeutet; Probleme liegen immer bei den anderen. Das wirkt nicht souverän, sondern zunehmend isoliert.

Mir persönlich ist es inzwischen gleichgültig, ob er meine Milonga oder mein Encuentro schlechtredet. Es schadet mir nicht. Es schadet ausschließlich ihm selbst. Wer dauerhaft abwertet, ohne selbst etwas Relevantes aufzubauen, verliert an Gewicht. Viel Selbstinszenierung, wenig Tragfähigkeit.

Ebenso egal ist mir, wie viele Bücher er geschrieben hat – ob über Tango, Zauberei oder was weiß der Geier. Die bloße Anzahl sagt nichts über Qualität oder Relevanz aus. Lesenswert dürften sie jedenfalls kaum sein, wenn man den Maßstab seiner Blogtexte zugrunde legt.

Am Ende bleibt ein Blog, der vor allem um seinen Autor kreist. Die Bedeutung, die ihm zugeschrieben wird, existiert weitgehend nur dort. Eigentlich braucht ihn die Welt nicht – und genau das scheint der Punkt zu sein, den er am schwersten akzeptieren kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sprühende Funken – viel Rauch, wenig Substanz</p>
<p>In seinem jüngsten Beitrag<br />
„Sprühende Funken der Kritik“<br />
<a href="https://milongafuehrer.blogspot.com/2026/01/spruhende-funken-der-kritik_12.html" rel="nofollow ugc">https://milongafuehrer.blogspot.com/2026/01/spruhende-funken-der-kritik_12.html</a></p>
<p>liefert Gerhard Riedl erneut ein Beispiel für genau jene Mechanismen, die seit Langem kritisch beobachtet werden. Der Text ist weniger eine Auseinandersetzung mit Inhalten als vielmehr eine ausufernde Rechtfertigungsschrift, getragen von Selbstbezug, Abwertung und dem Versuch, Deutungshoheit zu behalten.</p>
<p>Mit jeder dieser Reaktionen untergräbt er seine eigene Glaubwürdigkeit weiter. Die immer wieder bemühten Verweise auf angeblich hohe Zugriffszahlen wirken dabei eher wie ein Ersatzargument als wie ein Beleg für tatsächliche Relevanz. Texte gewinnen nicht an Bedeutung, nur weil sie oft angeklickt werden – erst recht nicht, wenn ihnen inhaltliche Substanz fehlt. Hinzu kommt, dass er lediglich Zahlen nennt, ohne jede nachvollziehbare Auswertung. Dabei ließen sich Seitenzugriffe problemlos statistisch aufschlüsseln, lokalisieren und transparent darstellen. Wo sind diese Belege? Solange sie fehlen, bleibt der Eindruck, dass hier mehr behauptet als belegt wird.</p>
<p>Außerhalb seines eigenen Blogs wird Riedl inzwischen vielfach belächelt. In Gesprächen hört man nicht selten Sätze wie: „Ach, der Riedl – der hat doch keine Ahnung.“ Das ist kein Angriff, sondern eine Beobachtung: Seine Texte werden kaum noch als Beitrag zum Tango-Diskurs wahrgenommen, sondern eher als selbstreferenzielle Endlosschleifen.</p>
<p>Warum man überhaupt noch auf ihn reagiert, fragen manche. Die Antwort liegt weniger in seinen Inhalten als in seinem Auftreten. Der permanente Rechtfertigungsdrang, das Bedürfnis nach dem letzten Wort und die konsequente Externalisierung von Verantwortung prägen seine Texte. Kritik wird nicht aufgenommen, sondern umgedeutet; Probleme liegen immer bei den anderen. Das wirkt nicht souverän, sondern zunehmend isoliert.</p>
<p>Mir persönlich ist es inzwischen gleichgültig, ob er meine Milonga oder mein Encuentro schlechtredet. Es schadet mir nicht. Es schadet ausschließlich ihm selbst. Wer dauerhaft abwertet, ohne selbst etwas Relevantes aufzubauen, verliert an Gewicht. Viel Selbstinszenierung, wenig Tragfähigkeit.</p>
<p>Ebenso egal ist mir, wie viele Bücher er geschrieben hat – ob über Tango, Zauberei oder was weiß der Geier. Die bloße Anzahl sagt nichts über Qualität oder Relevanz aus. Lesenswert dürften sie jedenfalls kaum sein, wenn man den Maßstab seiner Blogtexte zugrunde legt.</p>
<p>Am Ende bleibt ein Blog, der vor allem um seinen Autor kreist. Die Bedeutung, die ihm zugeschrieben wird, existiert weitgehend nur dort. Eigentlich braucht ihn die Welt nicht – und genau das scheint der Punkt zu sein, den er am schwersten akzeptieren kann.		</p>
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		<title>
		Von: Christian Beyreuther		</title>
		<link>https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-854</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Beyreuther]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 10:22:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.tangocompas.co/?p=8770#comment-854</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-852&quot;&gt;Christian Beyreuther&lt;/a&gt;.

Was bei Gerhard Riedl besonders auffällt, ist der permanente Rechtfertigungsdrang. Kaum eine Kritik bleibt stehen, ohne dass sofort nachgelegt wird. Er muss erklären, einordnen, korrigieren – vor allem aber das letzte Wort behalten. Nicht aus Klärungswillen, sondern aus Kontrollbedürfnis.

Hinzu kommt eine fragwürdige Selbstüberhöhung. Riedl verweist gerne auf seine tänzerische Vergangenheit und versucht, Erfahrungen aus dem Turniertanz auf den Tango zu übertragen. Tatsächlich handelte es sich dabei nicht um anspruchsvollen Turniertanz, sondern um Breitensportformate für ältere Teilnehmer. Das ist legitim – taugt aber nicht als Grundlage, um sich im Tango zur Autorität zu erklären.

Charakteristisch ist auch die konsequente Selbstdarstellung bei gleichzeitiger Verantwortungsvermeidung. Wenn etwas schiefgeht, sind es immer die anderen: die Szene, die Lehrer, die Veranstalter, die Kritiker. Eigene Anteile kommen nicht vor. Kritik wird nicht angenommen, sondern umgedeutet.

So entsteht das Bild eines Autors, der sich über alles erhebt, ohne sich selbst infrage zu stellen. Wer immer recht haben muss, kann nichts lernen. Und wer sich dauerhaft über andere stellt, steht am Ende allein – auf einem Podest, das außer ihm selbst kaum noch jemand ernst nimmt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-852">Christian Beyreuther</a>.</p>
<p>Was bei Gerhard Riedl besonders auffällt, ist der permanente Rechtfertigungsdrang. Kaum eine Kritik bleibt stehen, ohne dass sofort nachgelegt wird. Er muss erklären, einordnen, korrigieren – vor allem aber das letzte Wort behalten. Nicht aus Klärungswillen, sondern aus Kontrollbedürfnis.</p>
<p>Hinzu kommt eine fragwürdige Selbstüberhöhung. Riedl verweist gerne auf seine tänzerische Vergangenheit und versucht, Erfahrungen aus dem Turniertanz auf den Tango zu übertragen. Tatsächlich handelte es sich dabei nicht um anspruchsvollen Turniertanz, sondern um Breitensportformate für ältere Teilnehmer. Das ist legitim – taugt aber nicht als Grundlage, um sich im Tango zur Autorität zu erklären.</p>
<p>Charakteristisch ist auch die konsequente Selbstdarstellung bei gleichzeitiger Verantwortungsvermeidung. Wenn etwas schiefgeht, sind es immer die anderen: die Szene, die Lehrer, die Veranstalter, die Kritiker. Eigene Anteile kommen nicht vor. Kritik wird nicht angenommen, sondern umgedeutet.</p>
<p>So entsteht das Bild eines Autors, der sich über alles erhebt, ohne sich selbst infrage zu stellen. Wer immer recht haben muss, kann nichts lernen. Und wer sich dauerhaft über andere stellt, steht am Ende allein – auf einem Podest, das außer ihm selbst kaum noch jemand ernst nimmt.		</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Klaus Wendel		</title>
		<link>https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-853</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Wendel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 09:52:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.tangocompas.co/?p=8770#comment-853</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-852&quot;&gt;Christian Beyreuther&lt;/a&gt;.

Seltsam, in seinen letzten Selbstkommentaren regt er sich über die Texte von Radio Riedl-Wahn auf. Er hat wohl nicht verstanden, dass ChatGPT diese Texte kreiert. Peinlich für ihn, der ja KI für Verdummung hält. Jetzt verwechselt er schon KI mit einer Person. Obwohl Radio Riedl-Wahn gelegentlich treffende Spitzen raushaut, die auch Du bemerkt hast: Zuletzt erst lautete eine Anfrage, ob er seinen Blog in &quot;Gerhards Klaus-Wendel-Report&quot; umbenennen wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-852">Christian Beyreuther</a>.</p>
<p>Seltsam, in seinen letzten Selbstkommentaren regt er sich über die Texte von Radio Riedl-Wahn auf. Er hat wohl nicht verstanden, dass ChatGPT diese Texte kreiert. Peinlich für ihn, der ja KI für Verdummung hält. Jetzt verwechselt er schon KI mit einer Person. Obwohl Radio Riedl-Wahn gelegentlich treffende Spitzen raushaut, die auch Du bemerkt hast: Zuletzt erst lautete eine Anfrage, ob er seinen Blog in &#8222;Gerhards Klaus-Wendel-Report&#8220; umbenennen wird.		</p>
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		<title>
		Von: Christian Beyreuther		</title>
		<link>https://www.tangocompas.co/gedanken-ueber-tango-unterricht-39-teil/#comment-852</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Beyreuther]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 09:39:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.tangocompas.co/?p=8770#comment-852</guid>

					<description><![CDATA[Eigentlich sind Riedls Kommentare und Artikel für mich inzwischen vor allem eines: vorhersehbar. Was anfangs noch irritiert oder genervt hat, ist längst zur Hintergrundkulisse geworden. Man kennt den Ton, man kennt die Dramaturgie, man kennt das Ergebnis – Überraschungen bleiben aus.

Inhaltlich kreist ein Großteil seiner Texte im Prinzip nur noch um ein Thema: Riedl gegen Wendel. Das bestimmt schätzungsweise 90 % dessen, was er schreibt. Eigene Gedanken treten dabei immer weiter in den Hintergrund. Stattdessen wiederholen sich dieselben Abrechnungen, dieselben Spitzen, dieselbe Fixierung. Das wirkt nicht kämpferisch, sondern eingeschränkt.

Anfangs hat mich das durchaus beschäftigt, wenn Gerhard Riedl über meine Milongas und Encuentros oder über andere Blogger schrieb. Heute nicht mehr. Seine Texte haben für mich keinen wirklichen Stellenwert mehr, weder inhaltlich noch praktisch. Sie existieren, mehr nicht. Auch ist es mir egal, ob er wieder einmal ein Video von meinen Veranstaltungen zeigt oder mich bildschirmfüllend auf seiner Blogseite bloßstellen möchte.

Ab und zu schaue ich noch in seinen Blog, eher wie man auf eine alte Uhr blickt, die zuverlässig stehen geblieben ist. Gedanklich bewegt sich dort vieles noch immer in einer Blog-Zeit von vor 15 Jahren: viel Selbstbezug, wenig Entwicklung, ein vertrauter Tonfall, der sich seit Jahren selbst bestätigt. Der Eindruck drängt sich auf, dass er kaum erträgt, wenn andere Menschen eine eigene Meinung haben – insbesondere dann nicht, wenn sie fachlich fundiert oder praktisch belegt ist.

Riedl mag lange Tango tanzen – oder zumindest lange darüber schreiben. Am Ende hat er sich jedoch selbst ein Bein gestellt. Wer öffentlich von über 2000 besuchten Milongas spricht, dabei aber im Wesentlichen immer dieselben meint, verspielt irgendwann seine Glaubwürdigkeit. Quantität ersetzt keine Erfahrung, schon gar nicht Vielfalt.

Auffällig ist zudem, dass der Moment, in dem es konkret werden könnte – zeigen, tanzen, einlösen –, regelmäßig vermieden wird. Stattdessen folgen Rückzug, Ausweichen und Umdeuten. Wer fordert, müsste auch liefern können. Genau dort bleibt es still.

Zwei Bücher und eine lange Bloghistorie ersetzen kein Verständnis für Tango als gelebte Praxis. Für mich wirkt es so, als schreibe er über Tango, ohne ihn wirklich zu durchdringen – zumindest nicht in dem Sinn, wie er auf Milongas, in der Ronda und im tatsächlichen Miteinander erfahrbar wird.

Seine herablassende Art wirkt dabei nicht mehr provokant oder streitbar, sondern schlicht peinlich. Selbstbestätigung scheint inzwischen fast ausschließlich aus dem engsten Umfeld zu kommen. Außerhalb davon wird sein Blog vielfach nicht mehr ernst genommen. Ich kenne genügend Leute, die seine Texte nur noch lesen, um zu sehen, ob er sich erneut selbst inszeniert – und sich dabei ein weiteres Mal bis auf die Knochen blamiert.

Insofern kann er schreiben, was er möchte. Es hat für mich keine Relevanz mehr. Wer sich dauerhaft wiederholt, verliert irgendwann seine Wirkung. Und genau dort ist Riedl angekommen: nicht als Gegner, nicht als Debattenpartner – sondern als Randerscheinung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sind Riedls Kommentare und Artikel für mich inzwischen vor allem eines: vorhersehbar. Was anfangs noch irritiert oder genervt hat, ist längst zur Hintergrundkulisse geworden. Man kennt den Ton, man kennt die Dramaturgie, man kennt das Ergebnis – Überraschungen bleiben aus.</p>
<p>Inhaltlich kreist ein Großteil seiner Texte im Prinzip nur noch um ein Thema: Riedl gegen Wendel. Das bestimmt schätzungsweise 90 % dessen, was er schreibt. Eigene Gedanken treten dabei immer weiter in den Hintergrund. Stattdessen wiederholen sich dieselben Abrechnungen, dieselben Spitzen, dieselbe Fixierung. Das wirkt nicht kämpferisch, sondern eingeschränkt.</p>
<p>Anfangs hat mich das durchaus beschäftigt, wenn Gerhard Riedl über meine Milongas und Encuentros oder über andere Blogger schrieb. Heute nicht mehr. Seine Texte haben für mich keinen wirklichen Stellenwert mehr, weder inhaltlich noch praktisch. Sie existieren, mehr nicht. Auch ist es mir egal, ob er wieder einmal ein Video von meinen Veranstaltungen zeigt oder mich bildschirmfüllend auf seiner Blogseite bloßstellen möchte.</p>
<p>Ab und zu schaue ich noch in seinen Blog, eher wie man auf eine alte Uhr blickt, die zuverlässig stehen geblieben ist. Gedanklich bewegt sich dort vieles noch immer in einer Blog-Zeit von vor 15 Jahren: viel Selbstbezug, wenig Entwicklung, ein vertrauter Tonfall, der sich seit Jahren selbst bestätigt. Der Eindruck drängt sich auf, dass er kaum erträgt, wenn andere Menschen eine eigene Meinung haben – insbesondere dann nicht, wenn sie fachlich fundiert oder praktisch belegt ist.</p>
<p>Riedl mag lange Tango tanzen – oder zumindest lange darüber schreiben. Am Ende hat er sich jedoch selbst ein Bein gestellt. Wer öffentlich von über 2000 besuchten Milongas spricht, dabei aber im Wesentlichen immer dieselben meint, verspielt irgendwann seine Glaubwürdigkeit. Quantität ersetzt keine Erfahrung, schon gar nicht Vielfalt.</p>
<p>Auffällig ist zudem, dass der Moment, in dem es konkret werden könnte – zeigen, tanzen, einlösen –, regelmäßig vermieden wird. Stattdessen folgen Rückzug, Ausweichen und Umdeuten. Wer fordert, müsste auch liefern können. Genau dort bleibt es still.</p>
<p>Zwei Bücher und eine lange Bloghistorie ersetzen kein Verständnis für Tango als gelebte Praxis. Für mich wirkt es so, als schreibe er über Tango, ohne ihn wirklich zu durchdringen – zumindest nicht in dem Sinn, wie er auf Milongas, in der Ronda und im tatsächlichen Miteinander erfahrbar wird.</p>
<p>Seine herablassende Art wirkt dabei nicht mehr provokant oder streitbar, sondern schlicht peinlich. Selbstbestätigung scheint inzwischen fast ausschließlich aus dem engsten Umfeld zu kommen. Außerhalb davon wird sein Blog vielfach nicht mehr ernst genommen. Ich kenne genügend Leute, die seine Texte nur noch lesen, um zu sehen, ob er sich erneut selbst inszeniert – und sich dabei ein weiteres Mal bis auf die Knochen blamiert.</p>
<p>Insofern kann er schreiben, was er möchte. Es hat für mich keine Relevanz mehr. Wer sich dauerhaft wiederholt, verliert irgendwann seine Wirkung. Und genau dort ist Riedl angekommen: nicht als Gegner, nicht als Debattenpartner – sondern als Randerscheinung.		</p>
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