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	Kommentare zu: Tango oder Fußball?	</title>
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	<description>Ein Tango Blog von Klaus Wendel</description>
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		<title>
		Von: Arnold Voss		</title>
		<link>https://www.tangocompas.co/tango-oder-fussball/#comment-104</link>

		<dc:creator><![CDATA[Arnold Voss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2021 16:56:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich bin vor gut 22 Jahren direkt vom Fußball zum Tango gewechselt. Klingt etwas verrückt, war aber so. Ich betrieb den Rasensport schon seit meinem sechsten Lebensjahr mit großer Begeisterung, war aber später mehr in der freien Liga aktiv, weil ich keinem Verein beitreten wollte.

Wie auch immer. Nach meinem ersten Tango Crash Kurs in der &quot;Kaue&quot; in Gelsenkirchen war ich so angetan vom Tango Argentino als Musik und Tanz, dass ich unbedingt und möglichst bald einen wöchentlichen Trainingsabend besuchen wollte. Es gab davon aber zu dieser Zeit im Ruhrgebiet nicht so viele in meiner Nähe. Genauer gesagt war der einzige Kurs genau an dem Abend, an dem wir uns immer zum Fußball trafen. Da ich mich sowieso schon länger zu alt für die Balltreterei fühlte, fiel mir die Entscheidung nicht wirklich schwer. Und ich habe sie bis heute nicht bereut. 

Was mir allerdings gleich bei meiner ersten Milonga auffiel war, dass nur wenige Führende ein Blick für ihre Mittänzer hatten. Ihre sozialräumliche Konzentration lag in der Regel nur bei ihrem Partner oder ihrer Partnerin. Nicht nur für die Anfänger lag der (Tanz)Raum um sie herum und die Menschen darin meistens außerhalb ihres räumlichen Konzentrationsbereiches. Für einen Fußballer unvorstellbar. Ich war darauf trainiert immer zu schauen wo meine Mitspieler waren. Gute Spieler versuchen nie nur den Ball unter Kontrolle zu halten, sondern immer auch die Situation auf dem Spielfeld.

Die Suche nach dem freien Raum war dabei die Hauptaufgabe für ein zügiges Nach Vorne Spiel, ohne dass es nun mal keine Tore gibt. Die technische Meisterschaft besteht dabei darin, die anderen geschickt zu umspielen und/oder ihnen auszuweichen und nicht sie umzurennen. Natürlich ist Fußball kein Tango, weil eine Ronda das Gegenteil von einem Angriffsspiel ist. Aber meine fußballerische Aufmerksamkeit für den freien Raum und die Mittänzer hat mir, seitdem ich bei meiner neuen Bewegungsleidenschaft durch viel Übung und Praxis endlich statt auf meine Füße nur noch auf die Musik und die Menschen um mich herum zu achten brauchte, bis heute sehr geholfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin vor gut 22 Jahren direkt vom Fußball zum Tango gewechselt. Klingt etwas verrückt, war aber so. Ich betrieb den Rasensport schon seit meinem sechsten Lebensjahr mit großer Begeisterung, war aber später mehr in der freien Liga aktiv, weil ich keinem Verein beitreten wollte.</p>
<p>Wie auch immer. Nach meinem ersten Tango Crash Kurs in der &#8222;Kaue&#8220; in Gelsenkirchen war ich so angetan vom Tango Argentino als Musik und Tanz, dass ich unbedingt und möglichst bald einen wöchentlichen Trainingsabend besuchen wollte. Es gab davon aber zu dieser Zeit im Ruhrgebiet nicht so viele in meiner Nähe. Genauer gesagt war der einzige Kurs genau an dem Abend, an dem wir uns immer zum Fußball trafen. Da ich mich sowieso schon länger zu alt für die Balltreterei fühlte, fiel mir die Entscheidung nicht wirklich schwer. Und ich habe sie bis heute nicht bereut. </p>
<p>Was mir allerdings gleich bei meiner ersten Milonga auffiel war, dass nur wenige Führende ein Blick für ihre Mittänzer hatten. Ihre sozialräumliche Konzentration lag in der Regel nur bei ihrem Partner oder ihrer Partnerin. Nicht nur für die Anfänger lag der (Tanz)Raum um sie herum und die Menschen darin meistens außerhalb ihres räumlichen Konzentrationsbereiches. Für einen Fußballer unvorstellbar. Ich war darauf trainiert immer zu schauen wo meine Mitspieler waren. Gute Spieler versuchen nie nur den Ball unter Kontrolle zu halten, sondern immer auch die Situation auf dem Spielfeld.</p>
<p>Die Suche nach dem freien Raum war dabei die Hauptaufgabe für ein zügiges Nach Vorne Spiel, ohne dass es nun mal keine Tore gibt. Die technische Meisterschaft besteht dabei darin, die anderen geschickt zu umspielen und/oder ihnen auszuweichen und nicht sie umzurennen. Natürlich ist Fußball kein Tango, weil eine Ronda das Gegenteil von einem Angriffsspiel ist. Aber meine fußballerische Aufmerksamkeit für den freien Raum und die Mittänzer hat mir, seitdem ich bei meiner neuen Bewegungsleidenschaft durch viel Übung und Praxis endlich statt auf meine Füße nur noch auf die Musik und die Menschen um mich herum zu achten brauchte, bis heute sehr geholfen.		</p>
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